Viele Hunde haben heute kaum noch die Möglichkeit, sich und ihren Körper bei sinnvoller, artgerechter Arbeit wirklich zu erleben. Sie bekommen Futter ohne Anstrengung, bewegen sich wenig selbstbestimmt und sind oft von Reizen umgeben, auf die sie nur reagieren können, statt aktiv gestalten zu dürfen.
Das bleibt nicht ohne Folgen – körperlich und mental.
Was bedeutet „sich spüren“ überhaupt?
Wenn ein Hund bei der Suche einen Futterbeutel wirklich erarbeiten muss – mit vollem Körpereinsatz und manchmal auch einem Stück Überwindung –, dann ist das körperliche und kognitive Arbeit zugleich.
Er muss sich koordinieren, Entscheidungen treffen, sich regulieren. Er wird gefordert, aber nicht überfordert.
Und genau das ist wohltuend.
Denn durch diese Form der Arbeit erlebt sich der Hund als wirksam – in seinem Körper und im Kontakt mit der Umwelt. Das stärkt die Körperwahrnehmung, verbessert die Selbstregulation und führt zu mehr innerer Stabilität.
Warum das besonders für sensible oder unsichere Hunde wichtig ist
Hunde, die im Alltag schnell überfordert sind, profitieren besonders davon, in klaren, strukturierten Aufgaben aufgehen zu dürfen.
Das stärkt ihr Selbstvertrauen, nicht über äußere Bestätigung, sondern durch eigene Erfahrung. Sie kommen dadurch zur Ruhe.
Nasenarbeit als Schlüssel
Nasenarbeit ist keine kopflose Beschäftigung. Richtig aufgebaut, ist sie eine Form der artgerechten Beschäftigung, die Körper und Geist gleichermaßen anspricht.
Sie sorgt für echte Zufriedenheit – nicht durch Überdrehen, sondern durch das Gefühl, etwas geleistet zu haben.
Das sieht man den Hunden an. Und das spürt man auch selbst.
Frage an dich:
Wann durfte dein Hund sich das letzte Mal bei der Nasenarbeit wirklich spüren – körperlich und mental?
Und hast du danach seine „innere Sattheit“ bemerkt?
👉 Lass mich gerne an deinen Erfahrungen teilhaben.
Spürnasen – Hundeerziehung, die verbindet 🧡